Workshop:

Wo bleibt die Fachdidaktik in der Unterrichtsqualitätsforschung? Kognitive Aktivierung im Fachunterricht

Dozierende/r:

Prof. Dr. Richard Göllner (Eberhard Karls Universität Tübingen)

apl. Prof. Dr. Benjamin Fauth (Eberhard Karls Universität Tübingen)

Jun.-Prof. Dr. Gerlinde Lenske (Universität Koblenz Landau)

Prof. Dr. Anna-Katharina Praetorius (Universität Zürich)

Dr. Wolfgang Wagner (Eberhard Karls Universität Tübingen)

Termin:

Montag, 11.10.2021, Zeit wird noch bekannt gegeben

 

Abstract

In dieser interdisziplinären Forschungswerkstatt wollen wir das Thema Fachlichkeit in der Unterrichtsqualitätsforschung ausloten und diskutieren. Die Frage nach der Fachspezifität wird in der allgemeinen Unterrichtsqualitätsforschung immer wieder thematisiert. Einerseits bieten generische Unterrichtsqualitätsmerkmale eine sparsame und somit hilfreiche Beschreibung der Qualität von Unterricht. Andererseits stellt sich die Frage, inwieweit hierdurch der Unterricht in unterschiedlichen Fächern in sämtlichen jeweils relevanten Facetten angemessen beschrieben werden kann.

Exemplarisch am Konstrukt der „kognitiven Aktivierung“ wollen wir über fachübergreifende Aspekte und Unterschiede zwischen einzelnen Fächern (und innerhalb einzelner Fächer) ins Gespräch kommen. Den gemeinsamen Bezugspunkt bildet die Frage, welche Unterrichtsmerkmale mit welchen (fachbezogenen) „kognitiven Aktivitäten“ von Schülerinnen und Schülern einhergehen. Daran anschließend werden Parallelen zwischen einzelnen Fächern identifiziert, aber auch Unterschiede herausgearbeitet

Die Forschungswerkstatt ist wie folgt aufgebaut: Zunächst soll aus der Perspektive der allgemeinen Unterrichtsqualitätsforschung in die Thematik eingeführt werden und eine lerntheoretische Perspektive auf die kognitive Aktivierung als gemeinsamer Bezugspunkt vorgeschlagen werden. Kritisch darauf bezugnehmend schließen sich Beiträge aus einzelnen Fachdidaktiken an, die jeweils für sich und am Ende in einer Gesamtschau im Plenum diskutiert werden. Die Forschungswerkstatt soll eine Plattform bieten für den Austausch zwischen verschiedenen Fachdidaktiken und allgemeiner Unterrichtsqualitätsforschung.

 Ziele.

  • Es sollen unterschiedliche Gestaltungsformen eines kognitiv aktivierenden Unterrichts sowohl zwischen als auch innerhalb der Fächer präsentiert und systematisiert werden.
  • Ausgelotet werden soll, wie (fach-)spezifisch kognitive Aktivierung konzeptualisiert werden muss und wie generisch sie konzeptualisiert werden kann.
  • Es soll eruiert werden, inwieweit bekannte lerntheoretische Prinzipien einen Beitrag zur Identifikation von fachübergreifenden Gemeinsamkeiten kognitiver Aktivierung leisten können.